Wer wir sind

Conn[ɛ]ction Köln e.V. hat sich 2014 aus einer studentischen Initiative der TH Köln und der Universität zu Köln heraus gegründet. Seit 2017 besteht Connection Köln e.V. als  eingetragener, gemeinnütziger Verein mit rund 50 freiwillig tätigen Sprachbegleiter_innen und 10 Freiwilligen, die im Organisationsteam arbeiten.

Wir sind ein politisch unabhängiger, nicht religiöser Verein, der auf Freiwilligenarbeit beruht.

Freiwilliges Engagement in der Arbeit mit Geflüchteten betrachten wir als große Ressource unserer Gesellschaft, um soziale Integration zu fördern und ein Zeichen gegen rechtspopulistische Stimmungsmache zu setzen.
Freiwilligenarbeit kann jedoch nur als Ergänzung zu staatlichen und professionellen Strukturen funktionieren und darf diese nicht strukturell ersetzen. Daher beziehen wir politische Aktivitäten, die auf die Grenzen von Freiwilligenarbeit hinweisen und an die Verantwortung des Staates und der Kommunen appellieren, in unsere Arbeit mit ein.

Grundsätze unserer Arbeit

  • unsere Angebote richten sich an geflüchtete Menschen, unabhängig von ihrer sozialen und ethnischen Herkunft, ihrer Religion, ihrem Alter, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung und ihrem Aufenthaltsstatus
  • wir wenden uns gegen Sexismus, Rassismus, Klassismus und jegliche andere Arten von Diskriminierung und Unterdrückung
  • wir ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang zu unseren Angeboten

In der Zusammenarbeit ist uns Mit- und Selbstbestimmung jeder einzelnen Person sehr wichtig

  • wir erkennen und nutzen die Potenziale einer vielfältigen Gesellschaft

Wie wir uns gegründet haben

Conn[ɛ]ction wurde 2014 von Kölner Studierenden (TH Köln und Universität zu Köln) als Initiative ins Leben.
Unser Ziel war dabei zunächst, die Situation von geflüchteten Menschen in Köln zu verbessern.
Um in Erfahrung zu bringen, welcher Bedarf in der Arbeit mit geflüchteten Menschen besteht, haben wir zunächst mit den Sozialarbeiter_innen der Wohnheime für Geflüchtete gesprochen.
Dort wurde uns immer wieder gesagt, dass dringend Dolmetscher_innen benötigt werden.
Daher haben wir uns als Ziel gesetzt, ehrenamtliche Sprachbegleitung für geflüchtete Menschen zu organisieren.

Warum es uns gibt

Sprachbegleitung wird überall da benötigt, wo Sprachbarrieren es nicht möglich machen, die eigenen Interessen zu vertreten; ob in beratenden Gesprächen mit Sozialarbeiter_innen, bei  Arztbesuchen, beim Amt, bei Anwaltsbesuchen, bei Einschulungen, bei Freizeitprojekten, …
Professionelle und bezahlte Dolmetscher_innen wurden und werden von der Stadt Köln jedoch nicht ausreichend bereit gestellt.
Conn[ɛ]ction vermittelt deswegen Sprachbegleitungen zu allen Terminen, wo Sprachbarrieren bestehen.
Ausnahmen sind (s. auch Rahmenbedingungen):
– bei Gerichtsverfahren

– bei Psychotherapie

– bei komplexeren schriftlichen Übersetzungen

– wenn ein gesetzlicher Anspruch auf professionelle Dolmetscher_innen besteht

– wenn Sprachmittler_innen aus dem Sprachpool der Stadt Köln bereitgestellt werden können

Was wir tun
Wir arbeiten beständig weiter daran, neue Sprachbegleiter_innen und Kooperationspartner_innen hinzu zu gewinnen. Dabei ist es uns wichtig, dass auch geflüchtete Personen selbst, die schon länger in Deutschland leben, als Sprachbegleiter_innen aktiv werden können. Somit ist es auch möglich, dass englischsprachige Freiwillige bei bestimmten Terminen übersetzen.

Uns ist es sehr wichtig, dass die Freiwilligen sich in der Rolle des/der Sprachbegleiters/der Sprachbegleiter_in sicher und wohl fühlen. Deshalb haben wir ein freiwilliges Begleitangebot erstellt, dass die Sprachbegleiter_innen je nach Interesse nutzen können.
Dieses soll dazu dienen, bei Fragen oder Unsicherheiten Rückhalt zu bieten, Input zu verschiedenen Themen zu geben und untereinander in den Austausch zu kommen. Folgende Themen sind uns dabei besonders wichtig:

  • die Rolle als Sprachbegleiter_in
  • die rechtliche Situation von Geflüchteten
  • Freiwilligenarbeit in der Geflüchtetenarbeit
  • Interkulturalität und Umgang mit Vielfalt
  • Critical Whiteness/ Sensibilisierung für Rassismus

Inzwischen bieten wir zudem regelmäßig Supervision an.
Ausserdem organisieren wir Treffen, bei denen wir gemeinsam kochen, grillen oder Filme schauen, sodass die Sprachbegleiter_innen sich untereinander besser kennenlernen können.

Wie wir arbeiten

Interessierte Sprachbegleiter_innen melden sich über den Button „Mitmachen!“ bei uns an.
Wir vereinbaren dann ein Erstgespräch, in welchem wir uns kennenlernen und dort Informationen austauschen, Fragen und Unsicherheiten klären und die weitere Zusammenarbeit besprechen können.
So soll Sprachbegleitung möglichst schnell und einfach an geflüchtete Menschen vermittelt werden. Conn[ɛ]ction e.V. steht dabei stets für Kritik und Rückfragen zur Verfügung.

Über unser Feedback- und Beschwerdemanagement haben Sie die Möglichkeit uns schriftlich oder mündlich eine Rückmeldung zu unserer Arbeit zu geben.

Wie es weiter geht

Wir wollen uns verstärkt dafür einsetzen, dass in psychotherapeutischen Settings professionelle Dolmetscher_innen eingesetzt und finanziert werden. Immer häufiger bekommen wir Anfragen für Übersetzungen bei psychotherapeutischen Sitzungen. Da unsere Sprachbegleiter_innen hierfür nicht ausgebildet sind, können wir hierfür nicht vermitteln, auch wenn offensichtlich ein hoher Bedarf besteht.

 

 

Das Team

Julia Lingott
Julia Lingott
Ma.Sc. Psychologie, Vorstand
Theresa Achilles
Theresa Achilles
B.A. Soziale Arbeit
Ergotherapeutin
stellv. Vorstand
Madleen Stephan
Madleen Stephan
Studium Soziale Arbeit (BA) an der TH Köln
Vorstand (Schatzmeisterin)
Marlene Auer
Marlene Auer
B.A. Soziale Arbeit
Ifeyemi Erdmann
Ifeyemi Erdmann
B.A. Soziale Arbeit
Ellen Alshut
Ellen Alshut
Studium Soziale Arbeit (B.A.)
Pamela Aryeh
Pamela Aryeh
B.A. Erziehungswissenschaften und Afrikanistik
Ioannis Theocharis
Ioannis Theocharis
B.A. Medizintechnik
Laura Mancini
Laura Mancini
Studium Soziale Arbeit (B.A.)